(K)eine Lösung des Personalmangels in Sicht

Rund 10.000 Pflegekräfte fehlen derzeit den 1956 deutschen Krankenhäusern, was einem Gutachten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zu entnehmen ist. Auf den 1200 Intensivstationen fehlen demzufolge über 3000 Spezialpflegekräfte, seit 2011 hat sich diese Personallücke fast verdreifacht. Die Vorgaben der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sehen vor, dass eine Pflegevollkraft maximal zwei Intensivpatienten pro Schicht betreut – in der Realität sind es jedoch 2,2. Und das bei immer weiter steigenden Fallzahlen.

Laut einer weiteren DKG-Studie verzeichnete der nicht-ärztliche Dienst im Jahr 2016 zwar einen Zuwachs von 3,2%, was 22.800 Beschäftigten entspricht. Die Zahl der Pflegevollkräfte stieg jedoch lediglich um 1,3%. Nach Auffassung des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) gäbe es damit noch keine Aussicht auf eine Trendwende. Wie aus einer Mitteilung des DBfK hervorgeht, erkennen die Träger die starke Überlastung des Fachpersonals nicht an, worunter die Versorgungsqualität, aber auch die Mitarbeitermotivation leiden. Um landesweite Großstreiks zu vermeiden, müssen neben der Einsicht konkrete Lösungsansätze her. Geplant sind u. a. die Definition von Personaluntergrenzen sowie bundesweite Image- und Rekrutierungsinitiativen. Schon heute aber sind Krankenhäuser gefordert, die mit der Digitalisierung von Pflegeplanung und -dokumentation sich bietenden Effizienzsteigerungs- und Optimierungspotenziale zu nutzen, um die Personalsituation zu entspannen.

Durch situationsrelevante Entscheidungsunterstützung, individualisierbare Standardpflegepläne und einen Überblick über die wichtigsten Informationen ist durch den Einsatz einer ausgereiften IT-Lösung eine messbare Zeitersparnis gewährleistet, und zwar ohne Qualitätsverlust auch in der abrechnungsrelevanten Dokumentation. So werden Pflegekräfte bei administrativen Aufgaben entlastet und können sich auf das Wesentliche konzentrieren.

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