atacama | Software geht nächsten Schritt bei Dunkelverarbeitung

12 Krankenkassenvertreter/innen folgten am 26.07.2016 der Einladung des Bremer Softwareherstellers in einem Workshop die Anforderungen an die Weiterentwicklung des teilautomatisierten Genehmigungsverfahrens (TGV) zu diskutieren.

Was für die häusliche Krankenpflege im Modul atacama | HKP bereits seit Anfang 2016 verfügbar ist, soll nun auch im Leistungsbereich Zahnersatz möglich werden. Eine Innungs- und zwei Betriebskrankenkassen erarbeiten seit etwas mehr als vier Monaten im Rahmen einer Pilotvereinbarung die dafür erforderlichen Funktionserweiterungen für das Modul atacama | ZE.

Im Workshop, zu dem weitere interessierte Kassenvertreter eingeladen waren, bestätigte sich erneut das vorrangige Bedürfnis nach Prozessverschlankungen: Allerorts steigt die Arbeitsmenge – bei gleichbleibender Personaldecke. Ziel der Kassen ist es, mit der vorhandenen Mitarbeiterzahl die Mehrarbeit ohne Qualitätsverlust zu bewältigen.

In atacama | ZE können nun bald im Rahmen der Dunkelverarbeitung Heil- und Kostenpläne (HKP) teils automatisiert bearbeitet und freigegeben werden. Dies geschieht über das individuell durch die Verantwortlichen der Kasse festlegbare Regelwerk, das sich sehr stark an der Prozesswirklichkeit vor Ort orientiert. Während atacama | ZE bisher die Fachkräfte in ihrer Arbeit unterstützte, übernimmt die Software nun den überwiegenden Teil der Fallbearbeitung – nach den Vorgaben der Kasse.

Idealerweise werden dabei die HKP gescannt, die Plandaten automatisiert ausgelesen und die Plandatensätze in die atacama | GKV Suite importiert. Aber auch eine manuelle Planerfassung ist möglich und lässt Einsparungen bei den Prozesskosten erwarten. Die Krankenkassenvertreter schätzen, dass zwischen 60 und 80% der eingehenden HKP „dunkel“ verarbeitet werden können. Den Sachbearbeiter/innen bleibt dann mehr Zeit für die Bearbeitung der anspruchsvolleren Fälle, bei denen Rückfragen beim Kunden oder Zahnarzt getätigt oder auch Gutachten eingeleitet werden müssen.

Die Vertreter der GKV und der IT-Dienstleister kamen überein, dass die neuen Funktionen im Rahmen der Pilotierung bis November 2016 umgesetzt und getestet werden. Prozessorientiert und individuell einstellbar soll atacama | ZE dann auch die Leistungsabteilungen „Zahn“ in der Fallbearbeitung effektiv entlasten.

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