KH-IT Leiter: Die großen monolithischen KIS-Systeme haben ausgedient

Die Anforderungen an eine IT-Unterstützung auf Stationen steigen stetig. Doch aus Anwendersicht werden diese durch klinische Arbeitsplatz- sowie Krankenhausinformationssysteme nicht immer erfüllt. Demnach gibt es eine große Kluft zwischen einstiger Vision und der heutigen Realität. „Aktuelle KIS-Systeme sind in ihren Grundstrukturen und Funktionsweisen vollkommen veraltet“, betont Thomas Kleemann, IT-Leiter am Klinikum Ingolstadt, auf der 50. KH-IT Tagung. Die Ursachen lägen in den langen Reaktionszeiten der Hersteller und in der geringen Innovationskraft aufgrund überholter Codes. Vorreiter seien diejenigen Unternehmen, die sich vernetzen und kooperieren. „Kleine, agile Firmen werden mit schlanken, schönen Anwendungen Teilprobleme/-aufgaben in unseren Prozessen lösen“, so Kleemann. Wird die Integration von Drittanbietern verhindert, ist ein Best of Breed nahezu unmöglich. Bewährte internationale Standards wie HL7 und eine gelebte Sharing-Mentalität seien demnach gefragt.

Diesen Leitgedanken propagiert auch die atacama Software GmbH als Gründungsmitglied von United Web Solutions for Healthcare, einem Verband innovativer IT-Unternehmen. Krankenhäusern wird damit die Möglichkeit geboten, hochspezialisierte Softwarelösungen verschiedener Hersteller zusammenzufügen. Alle Applikationen sind webbasiert und werden in Browsern bedient. Und immer mehr von ihnen sind aus der Cloud aufrufbar. Die integrierten Best of Breed-Lösungen wie apenio® erfüllen höchste fachliche Anforderungen für unterschiedliche Arbeitsgebiete in Medizin, Pflege und Verwaltung. Dies konnten die conhIT-Besucher in diesem Jahr an dem auf 120 Quadratmeter gewachsenen Gemeinschaftsstand der United Web Solutions live erleben.

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